Urlaubsanspruch Rechner: Urlaubstage für jede Situation berechnen

Wähle Deine Situation: Kündigung, Minijob, Teilzeit, Elternzeit oder Mutterschutz. Trage ein paar Angaben ein und Du siehst sofort, wie viele Urlaubstage Dir gesetzlich zustehen, mit Erklärung nach BUrlG.

Das kann das Tool

  • Situation wählen, passende Fragen beantworten. Kündigung, Minijob, Teilzeit, Elternzeit oder Mutterschutz: Der Rechner fragt nur ab, was für Deinen Fall wirklich zählt.
  • Urlaubsanspruch in Sekunden berechnen. Eintrittsdatum, Arbeitstage pro Woche und, falls vorhanden, vertraglicher Urlaub reichen für das Ergebnis.
  • Ergebnis mit Begründung, nicht nur eine Zahl. Du siehst, welcher Paragraf (BUrlG, BEEG oder MuSchG) hinter dem Ergebnis steckt.
  • Gesetzlichen Mindestanspruch und vertraglichen Anspruch getrennt sehen. So weißt Du, worauf Du Dich berufen kannst, wenn beide Werte auseinanderliegen.
  • Ohne Anmeldung, ohne Datenspeicherung. Alle Angaben bleiben in Deinem Browser.

So berechnest Du Deinen Urlaubsanspruch

Schritt 1: Deine Situation wählen

Grundsätzlicher Anspruch, Kündigung, Minijob, Teilzeit, Elternzeit oder Mutterschutz: Wähle die Karte, die zu Deiner Situation passt.

Schritt 2: Angaben eintragen

Trage Eintrittsdatum, Arbeitstage pro Woche und die Angaben zu Deiner Situation ein, zum Beispiel den Zeitraum der Elternzeit oder des Mutterschutzes. Den vertraglichen Urlaubsanspruch kannst Du ergänzen, musst Du aber nicht.

Schritt 3: Ergebnis ansehen

Der Rechner zeigt Dir die Anzahl der Urlaubstage und erklärt in ein bis zwei Sätzen, wie sich die Zahl ergibt. Bei einer Kündigung führt Dich der Rechner direkt zum Resturlaub-Rechner weiter, wenn Du wissen willst, wie viele Tage davon noch offen sind.

Urlaubsanspruch: Was gilt in Deiner Situation?

Der gesetzliche Mindesturlaub liegt bei 24 Werktagen pro Jahr, gerechnet auf eine 6-Tage-Woche (§ 3 BUrlG). Bei einer 5-Tage-Woche sind das 20 Arbeitstage. Viele Arbeitsverträge und Tarifverträge sehen mehr vor, oft 25 bis 30 Tage. Sobald eine Kündigung, ein Minijob, Teilzeit, Elternzeit oder Mutterschutz ins Spiel kommen, verändert sich die Rechnung. Die fünf häufigsten Fälle im Detail:

Urlaubsanspruch bei Kündigung berechnen

Bei einer Kündigung entscheidet der Zeitpunkt des letzten Arbeitstags, wie viel Urlaub noch zusteht. Endet das Arbeitsverhältnis bis zum 30. Juni, erhältst Du den Anspruch anteilig: ein Zwölftel des Jahresurlaubs pro vollem Beschäftigungsmonat (§ 5 BUrlG). Endet es nach dem 30. Juni, steht der volle Jahresanspruch, vorausgesetzt die sechsmonatige Wartezeit (§ 4 BUrlG) ist bereits erfüllt. Angebrochene Urlaubstage werden zugunsten des Arbeitnehmers aufgerundet. Wie viele der so berechneten Tage am Ende noch offen sind oder ausgezahlt werden müssen, zeigt der Resturlaub-Rechner.

Urlaubsanspruch im Minijob berechnen

Im Minijob gilt derselbe gesetzliche Urlaubsanspruch wie in jeder anderen Beschäftigung. Das Gehalt spielt dabei keine Rolle: Entscheidend sind ausschließlich die Arbeitstage pro Woche. Wer als Minijobber an zwei Tagen pro Woche arbeitet, hat Anspruch auf 2/5 des Urlaubs einer Vollzeitstelle, nicht auf weniger Urlaub, weil die Beschäftigung geringfügig ist. Dieser Punkt sorgt in der Praxis für die meiste Unsicherheit, deshalb rechnet der Rechner ihn für Dich transparent vor.

Urlaubsanspruch in Elternzeit berechnen

Während der Elternzeit bleibt der Urlaubsanspruch zunächst unverändert bestehen. Der Arbeitgeber hat allerdings das Recht, den Jahresurlaub für jeden vollen Kalendermonat Elternzeit um ein Zwölftel zu kürzen (§ 17 BEEG). Diese Kürzung passiert nicht automatisch: Sie muss vom Arbeitgeber ausdrücklich erklärt werden, in der Regel bevor die Elternzeit endet. Ohne diese Erklärung bleibt der ungekürzte Anspruch bestehen. Der Rechner zeigt Dir beide Werte, den ungekürzten und den möglichen gekürzten Anspruch, damit Du weißt, wonach Du bei der Personalabteilung fragen musst.

Urlaubsanspruch in Teilzeit berechnen

Bei Teilzeit wird der Urlaubsanspruch im Verhältnis zur Arbeitszeit einer vergleichbaren Vollzeitstelle berechnet. Wer an drei von fünf Tagen pro Woche arbeitet, bekommt drei Fünftel des Vollzeitanspruchs, nicht weniger Urlaub pro Arbeitstag. Das gilt unabhängig davon, ob die Teilzeit in festen Wochentagen oder einem unregelmäßigen Rhythmus organisiert ist, solange die durchschnittlichen Arbeitstage pro Woche bekannt sind.

Urlaubsanspruch im Mutterschutz berechnen

Im Mutterschutz bleibt der Urlaubsanspruch in voller Höhe bestehen: Die Schutzfristen zählen vollständig als Beschäftigungszeit (§ 24 Abs. 2 MuSchG). Urlaub, der wegen Mutterschutz, oder einer sich anschließenden Elternzeit, im laufenden oder folgenden Kalenderjahr nicht genommen werden konnte, verfällt nicht zum sonst üblichen Stichtag. Er kann nach der Rückkehr an den Arbeitsplatz noch genommen werden, ohne die übliche zeitliche Begrenzung.

Häufige Fragen zum Urlaubsanspruch

Wie viele Urlaubstage stehen mir gesetzlich zu?

Wie berechnet sich der Urlaubsanspruch bei einer Kündigung?

Haben Minijobber Anspruch auf bezahlten Urlaub?

Kann der Arbeitgeber den Urlaubsanspruch während der Elternzeit kürzen?

Wie wirkt sich Teilzeit auf den Urlaubsanspruch aus?

Verfällt Urlaub, der wegen Mutterschutz nicht genommen wurde?

Was ist der Unterschied zwischen gesetzlichem Mindesturlaub und vertraglichem Urlaub?

Ist das Ergebnis dieses Rechners rechtlich bindend?

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